5. – 6. Schuljahr

Thomas Raith

Allowed or not allowed?

Regeln für die Smartphone-Nutzung abwägen

Die meisten Schülerinnen und Schüler nutzen schon in der 5. und 6. Klasse ein Smartphone und schreiben regelmäßig Textnachrichten oder posten in sozialen Netzwerken. Für den sicheren Umgang mit dem Smartphone ist es wichtig, dass Kinder Regeln kennen, die ihre eigenen Rechte und die Rechte anderer schützen.
Diese Unterrichtsidee zeigt, wie man im Englischunterricht die Regeln für die Smartphone-Nutzung diskutieren und dabei to be allowed to kontextuell in einen lebensnahen Kontext einbetten kann. Da in vielen Klassen auch ein Klassenchat besteht, über den sich die Schülerinnen und Schüler austauschen, ist das Ziel der Stunde, gemeinsam Regeln für den Klassenchat zu erstellen.
Über Regeln in der Schule sprechen
Zum Einstieg wird das vertraute Wissen über Dinge, die in der Schule nicht erlaubt sind, und Dinge, die in der Schule erlaubt sind, bewusst gemacht und die sprachliche Struktur allowed to/not allowed to eingeführt. Die Schülerinnen und Schüler sammeln zunächst in Einzelarbeit, was sie im Schulalltag nicht dürfen, und nutzen dazu die Struktur We are not allowed to … at our school. Sie vergleichen ihre Sätze kurz mit einem Partner, ehe die Verbote im Plenum gesammelt werden, z.B.: We are not allowed to run in the hallway/eat during lessons/use our mobile phones at our school. Im Anschluss überlegen sich die Schülerinnen und Schüler, was sie alles dürfen (What are you allowed to do at our school?) und verwenden die Struktur I am/We are allowed to … at our school.
Spielerisch über Handy-Regeln ins Gespräch kommen
Die Lehrkraft zeigt ihr Handy und leitet zur Erarbeitungsphase über, z.B. mit dem Satz Are there things you are not allowed to do with your mobile phone?
Zunächst sammeln die Schülerinnen und Schüler, was ihnen spontan zu der Frage einfällt. Im Anschluss arbeiten sie in Dreiergruppen: Sie beantworten die Quizfragen auf dem Arbeitsblatt Are you allowed to do these things? (1 ). Hier finden sich Beispiele für aus unterschiedlichen Gründen erlaubte und unerlaubte Handlungen rund um die Smartphone-Nutzung. Die Gruppen klären im Gespräch, ob eine Handlung erlaubt ist oder nicht.
Die Antworten werden im Plenum ausgewertet und die Sieger (welche Gruppe hat die meisten richtigen Antworten?) werden ermittelt.
Quiz-Ergebnisse diskutieren
Die Gruppen äußern sich zu den Ergebnissen und begründen ihre Einschätzungen. Auch können sie außerschulische Erfahrungen beitragen. Die Lehrkraft kann Informationen zur Rechtslage (Zur Sache) ergänzen.
Zur Sache: Handynutzung und Social Media: Was ist erlaubt?

Zur Sache: Handynutzung und Social Media: Was ist erlaubt?
Bei der Nutzung sozialer Medien ist es wichtig, grundlegende Persönlichkeitsrechte zu kennen und zu berücksichtigen. Insbesondere das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und das Recht am eigenen Bild sind hier von Bedeutung.
Persönliche Daten (z.B. Name und Adresse) und Abbildungen einer Person dürfen ausschließlich mit Zustimmung der Person gespeichert oder weitergegeben werden. Bei Kindern kommt noch hinzu, dass die Erziehungsberechtigten gefragt werden müssen, bis das Kind die „Einsichtsfähigkeit erreicht hat, was in der Regel mit 14 Jahren der Fall ist.
Wenn Kinder unter 14 Jahren mit dem Smartphone z.B. Bilder oder Videos von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern machen möchten, müssen sie zunächst die betroffene Person und laut Gesetz auch die Erziehungsberechtigten dieser Person um Erlaubnis fragen.
Wenn in der Klasse ein Klassenchat auf WhatsApp oder einem anderen Messengerdienst (z.B. Telegram, Signal oder Threema) besteht, sollten die Eltern mit einbezogen werden, um gemeinsam den Umgang mit den Persönlichkeitsrechten der Kinder zu besprechen.
Klassenregeln zum Umgang mit dem Handy erstellen
Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler mit den richtigen Antworten inklusive Begründung auseinandergesetzt haben, geht es nun darum,...

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